Die Nachhilfe mit       herz200

LEGASTHENIETHERAPIE

 

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    WAS BEDEUTET EIGENTLICH LEGASTHENIE?

 

„Mit dem Begriff Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie wird eine Störung bezeichnet, die durch deutlich ausgeprägte Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder des Rechtschreibens gekennzeichnet ist“
(Schulte-Körne, 2009, S. 25).

    

 

Symptome der Lesestörung (nach Warnke et al., 2002, S. 19-20 ; Schulte-Körne, 2009, S. 22):

  • Auslassen, Ersetzen, Verdrehen oder Hinzufügen von Worten oder Wortteilen
  • Wortendungen werden nicht gelesen
  • verlangsamte Lesegeschwindigkeit
  • stockendes Lesen
  • Verlieren der Zeile im Text
  • Schwierigkeiten bei der Sinnentnahme von Sätzen oder Texten

 

Symptome der Rechtschreibstörung (nach Warnke et al., 2002, S. 20; Schulte-Körne, 2009, S. 23)

  • Verdrehungen und Umstellungen von Buchstaben im Wort
  • Auslassungen von Buchstaben
  • Dehnungsfehler, Fehler in der Groß- und Kleinschreibung
  • Verwechslung von d/t, g/k, v/f („Wahrnehmungsfehler“)
  • Wörter werden geschrieben wie man sie hört (z.B. „Winta“ für „Winter“)
  • Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten
  • Geringe Motivation zum Schreiben von Wörtern
    KONZEPT MEINES THERAPIEANGEBOTS

 

Die Legasthenietherapie findet in der Regel in Einzelsitzungen statt, die individuell auf jedes Kind abgestimmt werden. Durch die Sichtung von Schulheften und Diktaten sowie durch die Durchführung von Lese-und Rechtschreibtests wird es versucht, die Schwierigkeiten und die Stärken des Kindes zu entdecken. Abhängig von den bestehenden Problemen wird ein individueller Therapieplan erstellt.
Dabei werden beispielsweise folgende Bereiche behandelt:

  • Phonologisches Bewusstheitstraining (Phonemanalyse, Phonemsynthese und Phonemmanipulation, Silbensegmentierung, Reimerkennung)
  • Förderung auditiver und visueller Wahrnehmungsfunktionen
  • Aufbau und Förderung der alphabetischen Strategie (Festigung der Laut-Buchstaben-Zuordnung und Lautdifferenzierung)
  • Aufbau und Förderung von orthographischen Strategien (Erfassung von Abweichungen zwischen Lautung und Schreibung; Förderung von Strategien für die Bewältigung schwieriger Stellen wie Groß- und Kleinschreibung, Dehnungs-h, lange und kurze Vokale u.s.w.)
  • Übungen für die Stärkung der Lesefertigkeiten (z.B. Übungen zum silbierenden Lesen)
  • Lese- und Rechtschreibregeltraining durch erprobte symptomorientierte Programme und abwechslungsreiche Förder- und Therapiematerialien (z.B. das Marburger Rechtschreibtraining von Frank Mathwig und Gerd Schulte-Körne).

Gelegentlich werden auch Computerprogramme im Einsatz genommen.
Nach einer gewissen Anzahl an Therapiestunden wird noch ein Test durchgeführt, um zu wissen, welche Probleme behoben werden konnten und in welchen Bereichen das Kind noch weiterüben soll. Dabei werden die Fortschritte des Kindes explizit betont, damit es wieder an Selbstvertrauen gewinnt.
Die Anzahl der Therapiestunden hängt vom Schweregrad der Probleme ab. In der Regel kann jedoch zunächst von ca. 40 Therapiestunden ausgegangen werden.

    EIN PAAR WÖRTER ÜBER MICH

 

Schon als Studentin habe ich mich gewundert, wie wundervoll es ist, wie der Mensch schon von klein auf in der Lage ist, zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Noch öfter habe ich mich gefragt, wie es wohl aber ist, wenn bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten etwas schief läuft: Wie fühlt sich ein Kind, wenn es, trotz vieler Mühe, nicht schafft, zu kommunizieren, zu lesen und zu schreiben wie seine Gleichaltrigen?
Wie kann man ihm helfen und unterstützen?
Es ist kein Zufall, dass ich über kommunikative Defizite bei autistischen Kindern promoviert habe und nebenbei bei einer Einrichtung für Kinder mit Legasthenie (Forum Kind, Legasthenie- und Dyskalkuliezentrum – Institut für Lerntherapie) gearbeitet habe.
Diese Tätigkeiten gaben mir die Möglichkeit, mich intensiv mit Lernschwierigkeiten, defizitären sozialen Kompetenzen und psychischen Belastungen von Kindern auseinanderzusetzen und mich mit zielführenden Lösungen für diese Probleme zu befassen.
Der Promotion folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Akademische Rätin am Lehrstuhl für romanische Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg. Bei der Vorbereitung meiner Lehrveranstaltungen habe ich neue Strategien und Lernmethoden entwickelt, um die Inhalte auf eine spannende und anziehende Weise zu vermitteln.
Durch meine Kurse über Phonetik und Phonologie (die Lehre de Laute) sowie Morphologie (Lehre der Wortbildung) vertiefte sich meine Leidenschaft für die Lautstruktur, die morphematischen Regeln der Sprache und die Entwicklung von Kompensationsstrategien beim Erwerb der Schriftsprache, das was mich schließlich dazu brachte, eine Ausbildung als zertifizierte Legasthenietherapeutin zu absolvieren.
Seit März 2015 arbeite ich freiberuflich als Legasthenietherapeutin,
u.a. beim Verein Schlauer e.V.
Bolzoni

Dr. Lucia Bolzoni

Promovierte Sprachwissenschaftlerin
Zertifizierte Legasthenietherapeutin

Adresse:
Einsteinstraße 13
85748 Garching
Handy: 0176/34468125
e-mail: luciabolzoni.lrs@gmail.com
oder über den Verein Schlauer e.V.

    Hier gibt es den Legasthenietherapie-Flyer als pdf-Datei zum Download